Satzung

§ 1 Name, Sitz, Zweck

  1. Der Verein führt den Namen Turn- und Sportgemeinde 1848 Ober-Ingelheim eingetragener Verein
- in Kurzform: TuS 1848 Ober-Ingelheim mit dem Sitz in Ingelheim am Rhein und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bingen eingetragen.
  2. Der Verein will unter Ausschluss politischer und konfessioneller Betätigung die plan-mäßige Pflege und Verbreitung der Leibesübungen auf der Grundlage des Amateur-gedankens fördern. Dazu gehören auch der Bau und die Unterhaltung von Sport-anlagen.
    Er besitzt durch Verleihungsurkunde des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Darmstadt, vom 11. 5. 1879 Nr. M.d.J. 2536, Corporationsrechte.
  3. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
    Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
    Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  4. Die Vereinsfarben sind schwarz - rot.
    Vereinsemblem ist das Stadtwappen in abgewandelter Form.
    Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.  

 

§ 2 Verbandszugehörigkeit

Der Verein ist Mitglied des Rheinhessischen Turnerbundes und damit des Deutschen Turnerbundes sowie des Sportbundes Rheinhessen und damit des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Er kann ferner Mitglied der Fachverbände aller Sportarten werden, für die er Abteilungen unterhält. Über Erwerb oder Aufgabe der Mitgliedschaft bei Fachverbänden oder entsprechenden Organisationen entscheidet der Vorstand.


§ 3 Mitgliedsarten

Der Verein besteht aus:

a)     aktiven ordentlichen Mitgliedern
b)     inaktiven ordentlichen Mitgliedern
c)     jugendlichen Mitgliedern
d)     Ehrenmitgliedern

zu a)     aktive ordentliche Mitglieder sind Mitglieder, die das 18. Lebensjahr             vollendet haben und am Turn- und Spielbetrieb teilnehmen.

zu b)     inaktive Mitglieder sind Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben,         aber nicht am Turn- und Spielbetrieb teilnehmen.

zu c)     jugendliche Mitglieder sind Mitglieder, die das 18. Lebensjahr noch nicht         vollendet haben.

zu d)     Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich um den         Verein besondere Verdienst erworben haben. Sie haben alle Rechte der         Mitglieder.


§ 4 Voraussetzung der Mitgliedschaft

Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die die Ziele und Satzung des Vereins anerkennt und das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Bewerber, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bedürfen der schriftlichen Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters.

Zur Ernennung von Ehrenmitgliedern bedarf es eines Vorstandsbeschlusses.


§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft

Aufnahmeanträge sind in Form einer schriftlichen Beitrittserklärung unter Angabe des Namens, Alters und der Adresse an den Vereinsvorstand zu richten.

Gegen eine Ablehnung, die vom Vorstand nicht begründet werden muss, hat der Betroffene die Möglichkeit, bei dem Schlichtungsausschuss Einspruch zu erheben. Der Einspruch ist binnen zwei Wochen nach Zugang der Ablehnung schriftlich bei dem Vorstand einzulegen, der diesen unverzüglich dem Schlichtungsausschuss unter Abgabenachricht an den Betroffenen weiterzuleiten hat.

Der Schlichtungsausschuss entscheidet endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Bewerber erhält nach Zahlung der Aufnahmegebühr und dem 1. Halbjahresbeitrag auf Wunsch die Vereinssatzung. Die Aufnahme gilt rückwirkend auf das Datum der Beitrittserklärung als vollzogen.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Alle Mitglieder sind berechtigt, an den für sie entsprechenden Übungsstunden und Veranstaltungen des Vereins unter Aufsicht der Übungsleiter oder der Vereinsorgane teilzunehmen und die Einrichtungen zu benutzen.

Ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder haben Sitz und Stimme in der Hauptversammlung.

Jugendliche Mitglieder haben nach Vollendung des 14. Lebensjahres Stimmrecht in allen Fragen innerhalb ihrer Abteilungen, die Jugendangelegenheiten betreffen. Das Nähere regelt die Vereins-Jugendordnung. Jugendliche Mitglieder sind nicht in den Vorstand wählbar und haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Weitere Rechte sind der Satzung zu entnehmen.

Die Mitglieder sind verpflichtet, den Zweck des Vereins nach Kräften zu fördern, die Anlagen und Geräte pfleglich zu behandeln und den Beschlüssen und Anweisungen der Vereinsorgane Folge zu leisten.

Soweit der Verein durch vorsätzliches bzw. grob fahrlässiges Handeln eines Mitgliedes Schaden erleidet, ist ihm der Betreffende zur Schadensersatzleistung verpflichtet.


§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft    

1. Die Mitgliedschaft erlischt:
a) durch freiwilligen Austritt
b) durch Ausschluss
c) durch Tod
d) durch Auflösung des Vereins

    zu a)    Der freiwillige Austritt ist nur zum 30. 6. bzw. 31. 12. des   Geschäftsjahres         zulässig und ist dem Vorstand spätestens drei Monate vor Austrittsdatum         schriftlich anzuzeigen.

    zu b)     Der Ausschluss eines Mitgliedes kann durch Mehrheitsbeschluss des             Gesamtvorstandes erfolgen, wenn das Mitglied

    aa) ...     durch sein Verhalten dem Ansehen und den Interessen des Vereins schadet,

    bb) ...     gegen die Satzungen oder die Beschlüsse des Vereins oder seiner Organe         schuldhaft grob verstößt,

    cc) ...     mit der Zahlung der Monatsbeiträge mehr als 3 Monate in Verzug ist und         trotz Aufforderung seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt. Der             Zahlungsaufforderung muss ein Hinweis auf einen möglichen Ausschluss         beigefügt sein.

Der Ausschluss-Beschluss muss dem Mitglied durch den Vorstand schriftlich mitgeteilt werden. Gegen den Beschluss kann der Betroffene innerhalb 4 Wochen nach Zustellung schriftlich bei dem Schlichtungsausschuss Beschwerde einlegen, welcher endgültig entscheidet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2. Der Ausscheidende hat keinen Anspruch auf Vereinsvermögen.

§ 8 Beiträge

Art und Höhe der Beiträge sowie die Höhe der einmaligen Aufnahmegebühr werden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit festgelegt.

Der Beitrag ist als Halbjahresbetrag im Voraus zu entrichten und ist eine Bringschuld.

Ehrenmitglieder sind vom Beitrag befreit.

Der Vorstand kann in Sonderfällen auf Antrag den Vereinsbeitrag für höchstens ein Geschäftsjahr nach billigem Ermessen erlassen, ermäßigen oder bei vorübergehender Abwesenheit des Mitgliedes aussetzen.


§ 9 Ehrungen

Ehrungen werden durch den Gesamtvorstand beschlossen.

Für langjährige treue Mitgliedschaft wird

    a) nach 25 Jahren die silberne
    b) nach 50 Jahren die goldene Ehrennadel verliehen.

Die Mitgliedschaft zwischen dem 14. und dem 18. Lebensjahr wird angerechnet.

Die Verleihung einer Ehrengabe an Nichtmitglieder setzt eine langjährige und wesentliche Förderung des Vereins voraus und soll dem zu Ehrenden anlässlich eines persönlichen Anlasses überreicht werden.

Der Antrag hierfür wird vom geschäftsführenden Vorstand in einer Sitzung ausführlich besprochen und vom Gesamtvorstand beschlossen.


§ 10 Vereinsorgane

Die Organe des Vereins sind:

1.    die Mitgliederversammlung
2.    der Vorstand - bestehend aus

a)    dem geschäftsführenden Vorstand
b)    dem Gesamtvorstand

3.    die Kassenprüfer
4.    der Schlichtungsausschuss

zu 2a: der geschäftsführende Vorstand besteht aus

a)     dem 1. Vorsitzenden
b)     dem 2. Vorsitzenden
c)     dem 1. Wirtschaftsführer
d)     dem Oberturnwart
e)     dem 1. Beisitzer
f)     dem 2. Beisitzer

zu 2b: der Gesamtvorstand besteht aus

a) dem geschäftsführenden Vorstand (2a)
b) dem Frauenwart
c) dem Jugendwart
d) dem Ressortleiter für Leichtathletik
e) dem Spielwart
f) dem Pressewart
g) dem Protokollführer
h) dem Skiwart
i) dem Wanderwart
j) dem Zeugwart
k) dem Archivar
l) dem 3. Beisitzer
m) dem 2. Wirtschaftsführer
n) dem Veranstaltungswart


§ 11 Mitgliederversammlung

1.    In jedem Jahr muss eine ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshaupt-versammlung) durchgeführt werden.

Sie ist im ersten Kalendervierteljahr vom geschäftsführenden Vorstand einzuberufen.

2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen müssen durchgeführt werden:

    a)     auf Beschluss des Gesamtvorstandes, wenn die Interessen des Vereins es         erfordern.
    b)     wenn sie von mindestens einem Viertel der stimmberechtigten Mitglieder         unter Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich beantragt werden.

3. Die ordentliche Mitgliederversammlung sollte folgende regelmäßigen Tagesordnungs-punkte behandeln:

a)     Tätigkeitsbericht des Vorstandes
b)     Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
c)     Entlastung des Vorstandes
d)     Neuwahlen
e)     Verschiedenes

4.  Zu jeder Mitgliederversammlung muss der Vorstand die Mitglieder des Vereins mindestens zwei Wochen vor Durchführung schriftlich oder durch Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung Mainz, Ausgabe Ingelheim" oder deren Rechtsnachfolger einladen.

Die Einladung muss die Tagesordnung enthalten.
Anträge zur Versammlung müssen 8 Tage vor dem Versammlungstermin dem 1. Vorsitzenden schriftlich zugegangen sein. Verspätete Anträge können durch Mehrheitsbeschluss der Mitgliederversammlung zugelassen und behandelt werden. Gegenstand der Beschlüsse können jedoch nur Punkte der Tagesordnung sein und die fristgerecht eingereichten Ergänzungsanträge.

§ 12 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

Jede satzungs- und fristgerechte Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Die Mitgliederversammlung be-schließt über:

1)     Genehmigung des Jahresabschlusses und die Entlastung des Vorstandes
2)     die Wahl und vorzeitige Abberufung von Vorstandsmitgliedern - mit Ausnahme des     Jugendwartes
3)     die Wahl der Kassenprüfer
4)     die Wahl des Schlichtungsausschusses
5)     die Festsetzung der Beiträge, Aufnahmegebühren und Umlagen
6)     den Erwerb, die Belastung und die Veräußerung von Grundvermögen
7)     Satzungsänderungen, Änderungen der Vereinsjugendordnung
8)     Anträge des Vorstandes und der Mitglieder, soweit sie der Zustimmung der     Mitgliederversammlung bedürfen
9)     Auflösung des Vereins.

Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen, gültigen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit wird die Abstimmung wiederholt. Danach entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden, in dessen Abwesenheit die des 2. Vorsitzenden.

Die Abstimmung erfolgt in der Regel durch Handzeichen.

Wird von einem anwesenden Mitglied geheime Abstimmung verlangt, so erfolgt die Stimmabgabe mittels Stimmzettel.

Beschlüsse über

1.    Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern
2.    Änderung der Satzung
3.    Auflösung des Vereins

bedürfen zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von drei Viertel der Stimmen der erschienenen Mitglieder.

§ 13 Aufgaben und Beschlussfassung des Vorstandes

1.    Der Vorstand übt seine Tätigkeit im Allgemeinen ehrenamtlich aus. Bei Bedarf können
Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden.

Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit trifft der Vorstand. Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und die Vertragsbeendigung. Übersteigen die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß ehrenamtlicher Tätigkeit, so kann nach Beschluss des Gesamtvorstandes ein hauptamtlicher Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter  angestellt werden.


2. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende und sein Stellvertreter, der 2. Vorsitzende. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis zum Verein wird der Stellvertreter jedoch nur bei Verhinderung des 1. Vorsitzenden tätig

3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, wobei Wiederwahl möglich ist.

Jährlich wird die Hälfte der Vorstandsmitglieder neu gewählt und zwar

a) bei gerader Jahreszahl

    der 1. Vorsitzende
    der 1. Wirtschaftsführer
    der Spielwart
    der Protokollführer
    der Wanderwart
    der Archivar
    der 2. Beisitzer
    der Veranstaltungswart

b) bei ungerader Jahreszahl alle übrigen Vorstandsmitglieder

Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wird der Nachfolger kommissarisch vom geschäftsführenden Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung eingesetzt.

4. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 3 Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes anwesend sind.

Zur Beschlussfassung genügt einfache Stimmenmehrheit.

Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

5. Bei grober Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur Geschäftsführung kann die Mitgliederversammlung die Bestellung zum Mitglied des Vorstandes vorzeitig wiederrufen.

6. Der Vorstand bestimmt die Aufgaben des Geschäftsführers nach § 13, Nr. 1, Satz 2.

Er hat insbesondere folgende Aufgaben: Wahrnehmung der Kassengeschäfte, Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Führen der erforderlichen Unterlagen, Erstellung des Jahresabschlusses, des Haushaltsplanes und der Steuererklärung.
Überwachung des ordnungsgemäßen Einganges der Mitgliederbeiträge, Umlagen und Gebühren, verantwortlich für den Schriftverkehr.
Im Dezember eines jeden Jahres ist eine Inventur und eine Bestandsaufnahme des Wirtschaftsbetriebes durchzuführen.

Weitere Aufgaben können dem Geschäftsführer vom Vorstand zugewiesen werden.
Der Geschäftsführer kann vorstehende Aufgaben an weitere Mitarbeiter der Geschäfts-stelle des Vereins delegieren. Ihm obliegt die Kontrolle der korrekten Ausführung, der ihm vom Vorstand zugewiesenen Aufgaben.

7. Über die Mitgliederversammlungen und die Sitzungen des Gesamtvorstandes und des geschäftsführenden Vorstandes ist vom Protokollführer eine Niederschrift zu führen, in die der wesentliche Verlauf und die Beschlüsse aufzunehmen sind.

Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterzeichnen.

8. Der Oberturnwart informiert den Vorstand über den gesamten Übungs- und Wettkampfbetrieb.

Er koordiniert die Veranstaltungen aller Abteilungen und kann bestimmte Aufgaben an die Abteilungen delegieren.

9. Der Vorstand kann im Rahmen einer Geschäftsordnung den einzelnen Amtsträgern Wirkungsbereiche zuweisen, in denen sie mit Unterstützung der Geschäftsstelle des Vereins für den Verein tätig sind.


§ 14 Kassenprüfung

Die Mitgliederversammlung wählt drei Kassenprüfer. Zwei Prüfer werden für die Dauer von 2 Jahren in geraden Kalenderjahren gewählt und ein Prüfer für die Dauer von 2 Jahren in ungeraden Kalenderjahren.  

Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören.

Eine Wiederwahl ohne Unterbrechung ist nur einmal möglich. Die Kassenprüfer prüfen die Kassenführung und erstatten der Mitgliederversammlung Bericht über das Prüfungsergebnis und stellen (ggf.) Antrag auf Entlastung des Vorstandes.

Sie sind verpflichtet, alle besonderen Wahrnehmungen und Mängel, die sich bei der Prüfung ergeben haben, anzuzeigen.
Bei Durchführung der Prüfung sind sie unabhängig und keinen Weisungen unterworfen und haben das Recht der jederzeitlichen Kontrolle aller Geschäftsvorgänge.

Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, ihnen jede gewünschte Auskunft zu erteilen.


§ 15 Ausschüsse

Zu seiner Beratung und Unterstützung kann auf Vorschlag des geschäftsführenden Vorstandes der Vorstand Ausschüsse aus sachverständigen Mitgliedern, oder - soweit es die Situation erfordert - Nichtmitgliedern, einsetzen.

Die jeweilige Zusammensetzung der Ausschüsse ergibt sich aus ihrer Aufgabenstellung.
Den Vorsitz führt in der Regel das zuständige Vorstandsmitglied.


§ 16 Abteilungen

1. Für die im Verein betriebenen Sportarten bestehen Abteilungen. Es können im Bedarfs-falle durch Beschluss des Gesamtvorstandes neue Abteilungen gegründet werden. Die Abteilungen haben das Recht auf Eigenständigkeit und verantwortungsvolle Eigen-initiative, soweit dies nicht gegen die Interessen,  Satzungen oder des Vereinsrecht verstößt.

2. Jede Abteilung kann beim Gesamtvorstand den Beitritt des Vereins zu dem jeweiligen Fachverband beantragen.

3. Die Abteilungen können sich eine eigene Abteilungsordnung geben und im Bedarfsfalle eine besondere Abteilungsumlage erheben, die vom Verein verwaltet wird.

Der Gesamtvorstand hat dazu seine Zustimmung zu geben.


§ 17 Schlichtungsausschuss

Sofern erhebliche Meinungsverschiedenheiten in Vereinsangelegenheiten nicht anderweitig beigelegt werden können, steht es dem Betroffenen zu, sein Begehren dem Schlichtungsausschuss vorzutragen, dessen Entscheidung endgültig ist.

Die streitenden Parteien sind verpflichtet, sich dem Spruch zu unterwerfen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.    

Die Mitgliederversammlung wählt alle 4 Jahre die fünf Ausschussmitglieder sowie je einen Stellvertreter, die bis auf ein Mitglied vom geschäftsführenden Vorstand kein Amt im Vorstand oder in anderen Ausschüssen innehaben dürfen.

Der Schlichtungsausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Schriftführer, der über den Verlauf und den Beschluss eine Niederschrift anzufertigen hat.


§ 18 Haftpflicht

Für die den Mitgliedern aus dem Spiel- und Sportbetrieb, sowie bei geselligen Veranstaltungen entstehenden Körper- und Sachschäden oder Vermögensverluste auf fremden oder eigenen Sportstätten und in Baulichkeiten, haftet der Verein nicht. Jedes Mitglied ist jedoch im Rahmen einer über den Sportbund Rheinhessen bei der Versicherungsgesellschaft abgeschlossenen Sportunfall- und Haftpflichtversicherung versichert.


§ 19 Auflösung

2.    Ist der Verein außerstande, seinen Zweck zu erfüllen, so kann durch eine eigens dafür einberufene Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der erschienenen Mitglieder seine Auflösung beschlossen werden.

3.    Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an die Stadt Ingelheim, die  es unmittel-bar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige Zwecke zu verwenden hat.

4.    Die Mitglieder haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem Vereinsvermögen.

§ 20 Inkrafttreten der Satzung

1. Vorstehende Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am  27. November 2015  beschlossen und trat mit der Eintragung ins Vereinsregister am ...................... in Kraft.
Gleichzeitig erlöschen die Bestimmungen der vorhergehenden Satzung in der Fassung vom  11. März 1994.

2. Über alle in dieser Satzung nicht vorgesehenen Fälle entscheidet der Gesamtvorstand. Gegen diese Beschlüsse findet ein Rechtsmittel nicht statt. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Bingen.


Ingelheim, den 15. März 2016

 

Vereins-Jugendordnung

§ 1

Die Interessen der Jugend des Vereins werden vom Ausschuss für Jugendsport wahrgenommen, und zwar:
a) in allgemeinen und grundsätzlichen Angelegenheiten der Jugendarbeit und Jugendpflege
b) bei überfachlichen und gemeinsamen sportlichen Interessen der die Jugend berührenden Fragen

§ 2

Die Zusammensetzung des Jugendausschusses regelt § 7, Abs. 2.

§ 3

Träger der sportlichen Betätigung der Jugendlichen im Verin sind die sportfachlichen Abteilungen oder bei Gruppen des Breiten- und Freizeitsports das dafür zuständige Ressort.
Die Fachabteilungen wählen jeweils einen Jugendwart, der sich der besonderen Belange der Jugendlichen annimmt.

§ 4

Der Ausschuss für Jugendsport übt seine Aufgaben insbesondere aus:
a) durch Betreuung der Jugendlichen auf allen Gebieten,
b) durch Wahrnehmung kultureller Belange,
c) durch Pflege des Gemeinschaftssinnes und Förderung jugendgemäßer Geselligkeit,
d) durch die Herstellung enger Verbindungen zu den Eltern der Jugendlichen, den Schulen, anderen Jugendorganisationen, dem Stadtjugendring und den Organen der öffentlichen und freien Jugendhilfe.

§ 5

Der Ausschuss für Jugendsport und die Jugendwarte sollen einen möglichst engen Kontakt pflegen. Die Abteilungs-Jugendwarte haben das Recht, an Sitzungen des Ausschusses beratend teilzunehmen.

§ 6

Der Ausschuss für Jugendsport rügt Verfehlungen von Jugendlichen, insbesondere gegen die Interessen des Vereins. Er ist berechtigt, Jugendliche zeitweilig von Veranstaltungen der Abteilungen oder des Ausschusses auszuschließen. In schwerwiegenden Fällen stellt der Ausschuss Antrag an den Vorstand zur Ergreifung von Maßnahmen um Sinne des § 7 der Vereinssatzung.

§ 7

Einmal im Jahr, in der Regel einen Monat vor der ordentlichen Mitgliederversammlung, beruft der Ausschuss für Jugendsport die 14-21 Jahre alten Mitglieder zu einer Jugendversammlung ein. Bei dieser Versammlung erstattet der Ausschuss einen Jahresbericht über die Jugendarbeit im Verein und führt eine Diskussion über den Jahresbericht sowie sonstige von der Jugend vorgetragenen Wünsch und Anträge. In dieser Jugendversammlung erfolgt die Wahl des Ressortleiters für Jugendsport sowie von drei Mitgliedern des Ausschusses für Jugendsport.

§ 8

Einberufung und Durchführung der Jugendversammlung erfolgt nach den Bestimmungen der Vereinssatzung.

Die Jugendordnung tritt gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 28.3.1990 in Kraft.

Vereinsgeschichte

I. Anfänge der Turnbewegung

Jahn: Turnplatz Hasenheide 1811 Mit der Gründung des Turnplatzes auf der Hasenheide 1811 bei Berlin legte Friedrich Ludwig Jahn den Grundstein der Turnbewegung. Er verband dabei körperliche Übungen, die zum größten Teil von Johann Christoph Friedrich GutsMuths in ihrer Methodik erarbeitet worden waren, mit dem aufkommenden Nationalgedanken zu einer nationalen Bewegung unter dem Namen Turnen.
Turnen Teil der Nationalerziehung Turnen sollte Teil einer Nationalerziehung sein, dabei öffentlich außerhalb der Schule betrieben werde
Keine Standesunterschiede Die Turner duzten sich und trugen die gleiche Tracht, um Standesunterschiede aufzuheben.
Streben nach deutscher Einheit und Mitbestimmung der Bürger Dabei bestand der Großteil der ersten Turnbewegung aus Schülern und Studenten. Nach Beendigung der Befreiungskriege gegen Napoleon wurde die nach deutscher Einheit und politischer Mitbestimmung der Bürger strebende Turnbewegung den Herrschenden unbequem.
Turnsperre 1820-42 Die von Jahn sogenannte Turnsperre von 1820-1842 setzte dem Aufblühender Turnbewegung ein vorläufiges Ende.
Ab 1846 Gründungswelle in Rheinhessen. Nach deren Aufhebung wurden allerorten wieder Turnvereine gegründet. In Rheinhessen kam es besonders ab 1846 zu einer Gründungswelle von Turnvereinen.
Alle Gesellschaftsschichten Diese Vereine waren nun aber nicht mehr von Schülern und Studenten geprägt, sondern aus allen Gesellschaftsschichten. Die Turnvereine waren oftmals Träger demokratischer Bestrebungen.

 

II. Gründung der TG Ober-Ingelheim

Nachdem in Ingelheim vermutlich schon ab Mai 1846 Turnen in privater Form Fuß gefasst hatte, stellte sich im damals liberal-demokratisch geprägten Bürgertum Ober-Ingelheims die Frage nach der Gründung eines Turnvereins.
Gründung 19.März 1848 Dieser wurde denn auch am 19. März 1848 von 12 Ober-Ingelheimer Bürgern unter dem Namen Turngemeinde Ober-Ingelheim gegründet, noch bevor im Mai 1848 (DTZ 1898, Nr.33) die TG in Nieder-Ingelheim formell gegründet wurde.
Die Namen der Gründer findet Ihr bei Interesse in der Festschrift „150 Jahre Turn- und Sportgemeinde 1848 Ober-Ingelheim. Nachfahren der meisten Gründer leben heute noch in Ober-Ingelheim.

April 1848 Hanau -

Mitgründung DTB

Auf dem Turntag in Hanau im April 1848 gründeten zwei Vereinsvertreter den Deutschen Turnerbund mit, dem der junge Verein beitrat. Auch im Mittelrheinischen Bezirksverband wurde man Mitglied. Nach der Spaltung der Turnbewegung im Juli in Hanau in einen radikaldemokratischen Demokratischen Turnerbund und einen gemäßigt-unpolitischen DTB, schlossen sich die Ober-Ingelheimer dem ersteren an.

Sprecher Carl Kaibel: Scheune als Winterturnhalle.
Sommerturnplatz - Gasthaus zur Traube

Erster Sprecher war Carl Kaibel, der im Winter der Turngemeinde seine Scheune zum Turnen zur Verfügung stellte. Im Sommer wurde auf dem Turnplatz hinter dem Gasthaus zur Traube in der Rinderbachstraße geturnt.
Im ersten Mitgliederverzeichnis finden sich 75 Namen mit einer breiten Streuung der Berufe. Auch Zöglinge (Jugendliche ab 14 J.) turnten schon mit. Neben dem Turnen bereicherten eine Gesangsriege und gelegentliche Turnfahrten das Programm. 31 Turner übten unter strengen Regeln Exerzieren, um für die Demokratische Erhebung gewappnet zu sein.

Gesangsriege, Turnfahrten, Exerzieren

Als diese im Mai 1849 in der Pfalz ausbrach zog ein großes Ober-Ingelheimer Kontingent den Pfälzern zu Hilfe, darunter auch viele unserer Turner. Dies brachte Turner Jakob Wolf in einem Gefecht gegen die Preußen den Tod, einigen anderen Gefängnis.

Mai 1848 - Pfälzer Erhebung -> Beteiligung.
Tod: Wolf,
Gefängnis.

Bollermann versteckt Vereinsfahne unter den Dielen

In der Folge verschwand unsere Turngemeinde aus der Öffentlichkeit. Die Mitglieder wurden behördlich überwacht und hielten keine Versammlungen mehr. Sie retteten aber die Vereinsfahne und bewahrten die Turngeräte in Kaibels Scheune auf, für bessere Zeiten.

Aufgelöst wurde die Turngemeinde nicht und so bestand sie inaktiv weiter bis 1861.

Turngesellschaft - Vereinigung mit alter TG

In diesem Jahr gründete sich eine Turngesellschaft neu, die sich mit der alten Turngemeinde vereinigte zur neuen Turngemeinde. Der Vorstand bestand aus Mitgliedern des alten und neuen Vereins und die alten Geräte wurden wieder hervorgeholt.

Keine Politik, aber: Nationalstolz und Deutsche Einheit

Von Politik wollten die Turner nichts mehr wissen, aber Nationalstolz und der Wunsch nach deutscher Einheit beseelte sie immer noch.

Neuer Turnplatz a.d. Burgkirche

Ein neuer Turnplatz wurde hinter der Burgkirche hergerichtet und regelmäßig, meist mittwochs, freitags und sonntags, geturnt.

1866 wurden eine Fechtriege gegründet und Turnregeln aufgestellt.

Punkt 3 der Turnregeln besagte: Jeder Turner der turnt, muß das Rauchen unterlassen und darf nicht mit Jacke und Kopfbedeckung turnen.

Punkt 5: Jeder Turner, welcher sich während einer Turnstunde im Wirtshaus oder auf der Kegelbahn befindet, muß streng überwacht werden und kann möglicherweise vom Verein ausgeschlossen werden.

Ingelheimer freiwillige Pflegeschar Im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 bildete sich unter der Federführung der Turngemeinde Ober-Ingelheim eine „Ingelheimer freiwillige Pflegeschar“, die in Frankreich Lazarettdienste versah. Dies ist Ausdruck der nationalstolzen und staatstragenden Einstellung der Turner in wilhelminischer Zeit.
Turnhallenbau:

Idee 1865 - Ausführung 1873

Schon 1865 ,als Turner Kaibel bat, seine Scheune zu räumen, und ein neues Winterturnlokal gesucht werden musste, kam die Idee eines Turnhallenbaues auf. Bis zur Umsetzung dieses Wunsches dauerte es allerdings noch bis 1873. Die kleine Turnhalle wurde auf Gemeindegrund, der ehemaligen Viehtrifft, erbaut und von der Gemeinde ein Tor durch die Ringmauer gebrochen. Die Turngemeinde Ober-Ingelheim war damit neben der Turngemeinde Worms als einziger Turnverein in Rheinhessen im Besitz einer eigenen Turnhalle.
Vorortschaft (Geschäftsführung) des Gaues Rheinhessen als Zeichen der Hochschätzung In der neuen Turnhalle wurde 1874 das Prüfungsturnen des Rheinhessischen Turnbezirks durchgeführt. Durch Turnhallenbau und gute Leistungen hatte die Turngemeinde Ober-Ingelheim in Rheinhessen einen so guten Ruf, dass man ihr schon 1874 die Vorortschaft und damit die Führung der Bezirksgeschäfte Rheinhessens anbot. Die Turngemeinde nahm diese ehrenvolle Aufgabe aber erst 1881 an und führte die Geschäfte bis zur Auflösung der Institution der Vorortschaft 1883. Den Vorsitz im darauf gebildeten Gauausschuss hatte mit Wilhelm Pöpperling aber noch einige Jahre ein Ober-Ingelheimer.

 

III. TG Ober-Ingelheim und Turnverein mit Fechtschule

Turnverein mit Fechtschule 1885.

1885 kam es in Ober-Ingelheim zur Gründung des Turnvereins mit Fechtschule Ober-Ingelheim durch mit dem Vorstand der TG unzufriedene Turner derselben.

1889 Turnfest UNG Aufgrund der Differenzen zur Turngemeinde schloss sich der Turnverein mit Fechtschule dem Unter-Nahe-Gau (UNG) an. Die Turner dieses zweiten Ober-Ingelheimer Turnvereins errangen reiche Erfolge und richteten 1889 in Ober-Ingelheim das IV.Gauturnfest des UNG aus.
1890 Hallenanbau und 1891 Turnfest Gau Rheinhessen Die Turngemeinde feierte in Ober-Ingelheim 1891das XVII. Rhh. Gauturnfest, wobei gleichzeitig der 1890 angebaute größere Hallenteil der Vereinsturnhalle seine Feuertaufe erhielt.

Im Mai 1898 feierte die Turngemeinde ihr 50jähriges Stiftungsfest in großem Rahen mit Fackelzug, Festball und tausenden von Festbesuchern.

1905 trat die Gemeinde Ober-Ingelheim der Turngemeinde den Grund auf dem die Turnhalle gebaut war unentgeltlich ab.

1912 erste Frauenturnriege in der TGO 1912 wurde die erste Frauenturnriege in der Turngemeinde Ober-Ingelheim gegründet. Bis dahin war Turnen hier reine Männersache gewesen, die Frauen nur bei Festivitäten, Theater und Turnerball erwünscht.

1.WK: TG - 49 Tote

TVmFS - 10 Tote

Der 1.WK brachte mit dem Tod von 49 Turnern der Turngemeinde und 10 Turnern des kleinen Turnverein mit Fechtschule große Verluste für die Ober-Ingelheimer Turner. Dies bereitete allerdings den Boden für eine Annäherung beider Vereine.

 

IV. Turngemeinde mit Fechtschule

1920: Turngemeinde mit Fechtschule 1848 Ober-Ingelheim.

1920 vereinigten sie sich unter dem Namen Turngemeinde mit Fechtschule 1848 Ober-Ingelheim (TGmFS). Probleme hatte der Verein vor allem durch die Beschlagnahme der Turnhalle durch die verheerend in Ober-Ingelheim hausenden französischen Besatzungssoldaten.

Schwimmabteilung 1922 hatte die Turngemeinde 500 Mitglieder und das turnerische Leben erblühte. 1924 wurde eine Schwimmabteilung gegründet, so dass nun neben Gerätturnen und Volksturnen (Leichtathletik) auch das Schwimmen im Verein geübt wurde.
Turn- und Sportplatz 1926 wurde der neue Turn- und Sportplatz der TGmFS an der Burgkirche fertiggestellt
Turnhallenvergrößerung 1928 wurde der alte Teil unserer Turnhalle in die heutige Form gebracht.
Bis zum Krieg konnte sich nun das Turnen in seiner Vielfalt entwickeln.
Nationalsozialisten schränken Turnen auf Gerätturnen und Fechten ein. Die verordnete Überführung der Turnerjugend ins Jungvolk kostete die Turnerschaft ihre Jugend. Auch die Einengung der DT in einen Fachverband für Gerätturnen und Fechten durch die Nationalsozialisten zerstörte viel von dem, was Generationen an Turnern aufgebaut hatten.
1945 Turnen verboten Nach dem Krieg wurde Turnen verboten, die Besatzungssoldaten wüteten in der Turnhalle und zerstörten große Teile des Inventars. Erst 1949 durfte wieder offiziell geturnt werden.

 

V. TuS 1848 Ober-Ingelheim

Nach dem 2. Weltkrieg durfte erst 1949 wieder offiziell geturnt werden.
Sportgemeinde 1848 Allerdings konnte der Turnverein nur unter dem Namen Sportgemeinde 1848 wiedergegründet werden, da der Name Turnen den Besatzungsbehörden noch suspekt war.
243 Beitrittserklärungen am Tage der Wiedergründung bewiesen, das die Turnerinnen und Turner sich ihrem Verein noch verbunden fühlten. 1951 waren daraus schon 634 Mitglieder geworden. Noch im Jahr der Wiedergründung hatte sich die Sportgemeinde in Turn- und Sportgemeinde 1848 Ober-Ingelheim umbenannt.
Deutsches Turnerjugendtreffen 1950 in Ingelheim

Euro-Turniere

Neben der Turnabteilung gab es Leichtathletik und Faustball im Angebot des Vereins und überall konnten wieder reichlich Erfolge verzeichnet werden. Besonders die Turnabteilung wurde unterstützt durch rege nationale und internationale Beziehungen. Diese brachten neben dem Deutschen Turnerjugendtreffen 1950 auch oftmals Weltmeister und Olympiasieger des Kunstturnens nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt nach Ingelheim. Unvergessen sind die Euro-Turniere und Olympionikentreffen, an denen unser Ehrenvorsitzender Heinrich Maasbroek maßgeblich mitbeteiligt war.
Austausch mit Zentraler Sportschule Budapest Heute noch besteht der Jugendaustausch mit den Turnern und Turnerinnen der Zentralen Sportschule in Budapest.
TSG und ILG Vereinigungsbestrebungen mit der TG Nieder-Ingelheim verliefen im Sande. Die Faustballer und Leichtathleten, in jüngster Zeit auch die Badmintonspieler, schlossen sich aber mit den entsprechenden Abteilungen der TGN zusammen

 

Einzelheiten der jüngsten Vereinsgeschichte möchte ich hier nicht anführen, denn wenn man auch viel nennt, so besteht immer die Gefahr, Dinge nicht anzuführen, die einzelnen wichtig sind und eine Grenze zwischen wichtig und weniger wichtig zu ziehen ist eine sehr subjektive Angelegenheit, die ich Interessierten bei der Lektüre unserer Festschrift überlasse. Außerdem gibt es noch eine große Zahl an Zeitzeugen, die in Form von Anekdoten die jüngste Vereinsgeschichte bedeutend interessanter verbreiten kann, als ich dazu hier in der Lage bin.

Nur kurz angeführt werden noch einige wichtige Punkte, um nicht den Eindruck entstehen zu lassen unsere Gegenwart sei weniger bedeutend als unsere Geschichte.

So stand bis ins Jahr 2000 der Turngau Bingen unter dem Vorsitz unseres Vereinsvorsitzenden Gerd Rebmann.

1997 wurde unter Leitung des Oberturnwarts eine Männer-Kunstturnriege in die Hessische Landesliga geführt, die sich dort erfolgreich etabliert hat.

Im Gerätturnen / Kunstturnen männlich und im Mehrkampf ist unser Verein seit fast einem Jahrzehnt in Rheinhessen unangefochten führend und beschickt regelmäßig Deutsche Meisterschaften. Auch Deutsche Meistertitel wurden erreicht (Mehrkampf).

Der weiter bestehende Austausch mit der Zentralsportschule Budapest bringt jährlich unsere Turner nach Ungarn und ungarische Topathleten zu uns. Er wurde dieser Jahr erweitert, indem auch österreichische TurnerInnen des ATuS Köflach nach Ingelheim kamen, was regelmäßige Begegnungen einleiten soll.

Initiiert wurde diese Erweiterung von Oberturnwart Peter Knopper, der als Kunstturner für diesen Verein mehrfach österreichischer Staatsmeister wurde.

Abschließend bleibt mir nur, die Grundzüge des Vereinslebens, die von der Gründung bis heute überdauert haben, noch einmal kurz zu umreißen.

Die TuS 1848 Ober-Ingelheim war und ist ein Turnverein. Turnen war und ist mehr als Gerätturnen und Gymastik, in welches die Turnbewegung von verschiedenen Seiten, vor allem durch die Nationalsozialisten gepreßt wurde.

Turnen ist für uns ® umfassende und vielseitige Leibesübung in Gemeinschaft und Lebenseinstellung.

Dabei gehört zum Turnen schon immer das Gesellige/Gesellschaftliche in Form von Festen, Bällen, Turnfahrten, Lagern. Aber auch Wettkämpfe bis hin zum Leistungssport als sportlichem Prinzip haben ihren Platz. Diese stehen aber immer unter dem Hauptaspekt des Vereins, seinen Turnern und Turnerinnen eine Heimat zu sein. Ein Ort wo man sich aufgehoben und in der Gemeinschaft angenommen fühlt. Unser Ziel ist damit auch Erziehung zur Gemeinschaft und Dienst an der Hebung der allgemeinen körperlichen Fitness. Dies ist ein turnerisches Prinzip, das der Sportbund mit seinem Breitensportkonzept aufgegriffen hat. So ist die Turnbewegung heute Teil des DSB allerdings unter Berücksichtigung ihres besonderen Status als fachübergreifender Verband.

In diesem Sinne hoffen wir noch lange ein moderner und fortschrittlicher Verein zu sein, der seine Traditionen nicht vergißt und das Vergangene für die Zukunft zur Erinnerung und Mahnung bewahrt.

So möchte ich abschließen mit dem traditionellen Gruß der Turner, der den Wunsch ausdrückt, das die angesprochenen seelisch, geistig und körperlich gesund bleiben mögen.

Gut Heil!