Vereins-Jugendordnung

§ 1

Die Interessen der Jugend des Vereins werden vom Ausschuss für Jugendsport wahrgenommen, und zwar:
a) in allgemeinen und grundsätzlichen Angelegenheiten der Jugendarbeit und Jugendpflege
b) bei überfachlichen und gemeinsamen sportlichen Interessen der die Jugend berührenden Fragen

§ 2

Die Zusammensetzung des Jugendausschusses regelt § 7, Abs. 2.

§ 3

Träger der sportlichen Betätigung der Jugendlichen im Verin sind die sportfachlichen Abteilungen oder bei Gruppen des Breiten- und Freizeitsports das dafür zuständige Ressort.
Die Fachabteilungen wählen jeweils einen Jugendwart, der sich der besonderen Belange der Jugendlichen annimmt.

§ 4

Der Ausschuss für Jugendsport übt seine Aufgaben insbesondere aus:
a) durch Betreuung der Jugendlichen auf allen Gebieten,
b) durch Wahrnehmung kultureller Belange,
c) durch Pflege des Gemeinschaftssinnes und Förderung jugendgemäßer Geselligkeit,
d) durch die Herstellung enger Verbindungen zu den Eltern der Jugendlichen, den Schulen, anderen Jugendorganisationen, dem Stadtjugendring und den Organen der öffentlichen und freien Jugendhilfe.

§ 5

Der Ausschuss für Jugendsport und die Jugendwarte sollen einen möglichst engen Kontakt pflegen. Die Abteilungs-Jugendwarte haben das Recht, an Sitzungen des Ausschusses beratend teilzunehmen.

§ 6

Der Ausschuss für Jugendsport rügt Verfehlungen von Jugendlichen, insbesondere gegen die Interessen des Vereins. Er ist berechtigt, Jugendliche zeitweilig von Veranstaltungen der Abteilungen oder des Ausschusses auszuschließen. In schwerwiegenden Fällen stellt der Ausschuss Antrag an den Vorstand zur Ergreifung von Maßnahmen um Sinne des § 7 der Vereinssatzung.

§ 7

Einmal im Jahr, in der Regel einen Monat vor der ordentlichen Mitgliederversammlung, beruft der Ausschuss für Jugendsport die 14-21 Jahre alten Mitglieder zu einer Jugendversammlung ein. Bei dieser Versammlung erstattet der Ausschuss einen Jahresbericht über die Jugendarbeit im Verein und führt eine Diskussion über den Jahresbericht sowie sonstige von der Jugend vorgetragenen Wünsch und Anträge. In dieser Jugendversammlung erfolgt die Wahl des Ressortleiters für Jugendsport sowie von drei Mitgliedern des Ausschusses für Jugendsport.

§ 8

Einberufung und Durchführung der Jugendversammlung erfolgt nach den Bestimmungen der Vereinssatzung.

Die Jugendordnung tritt gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 28.3.1990 in Kraft.

Vereinsgeschichte

I. Anfänge der Turnbewegung

Jahn: Turnplatz Hasenheide 1811 Mit der Gründung des Turnplatzes auf der Hasenheide 1811 bei Berlin legte Friedrich Ludwig Jahn den Grundstein der Turnbewegung. Er verband dabei körperliche Übungen, die zum größten Teil von Johann Christoph Friedrich GutsMuths in ihrer Methodik erarbeitet worden waren, mit dem aufkommenden Nationalgedanken zu einer nationalen Bewegung unter dem Namen Turnen.
Turnen Teil der Nationalerziehung Turnen sollte Teil einer Nationalerziehung sein, dabei öffentlich außerhalb der Schule betrieben werde
Keine Standesunterschiede Die Turner duzten sich und trugen die gleiche Tracht, um Standesunterschiede aufzuheben.
Streben nach deutscher Einheit und Mitbestimmung der Bürger Dabei bestand der Großteil der ersten Turnbewegung aus Schülern und Studenten. Nach Beendigung der Befreiungskriege gegen Napoleon wurde die nach deutscher Einheit und politischer Mitbestimmung der Bürger strebende Turnbewegung den Herrschenden unbequem.
Turnsperre 1820-42 Die von Jahn sogenannte Turnsperre von 1820-1842 setzte dem Aufblühender Turnbewegung ein vorläufiges Ende.
Ab 1846 Gründungswelle in Rheinhessen. Nach deren Aufhebung wurden allerorten wieder Turnvereine gegründet. In Rheinhessen kam es besonders ab 1846 zu einer Gründungswelle von Turnvereinen.
Alle Gesellschaftsschichten Diese Vereine waren nun aber nicht mehr von Schülern und Studenten geprägt, sondern aus allen Gesellschaftsschichten. Die Turnvereine waren oftmals Träger demokratischer Bestrebungen.

 

II. Gründung der TG Ober-Ingelheim

Nachdem in Ingelheim vermutlich schon ab Mai 1846 Turnen in privater Form Fuß gefasst hatte, stellte sich im damals liberal-demokratisch geprägten Bürgertum Ober-Ingelheims die Frage nach der Gründung eines Turnvereins.
Gründung 19.März 1848 Dieser wurde denn auch am 19. März 1848 von 12 Ober-Ingelheimer Bürgern unter dem Namen Turngemeinde Ober-Ingelheim gegründet, noch bevor im Mai 1848 (DTZ 1898, Nr.33) die TG in Nieder-Ingelheim formell gegründet wurde.
Die Namen der Gründer findet Ihr bei Interesse in der Festschrift „150 Jahre Turn- und Sportgemeinde 1848 Ober-Ingelheim. Nachfahren der meisten Gründer leben heute noch in Ober-Ingelheim.

April 1848 Hanau -

Mitgründung DTB

Auf dem Turntag in Hanau im April 1848 gründeten zwei Vereinsvertreter den Deutschen Turnerbund mit, dem der junge Verein beitrat. Auch im Mittelrheinischen Bezirksverband wurde man Mitglied. Nach der Spaltung der Turnbewegung im Juli in Hanau in einen radikaldemokratischen Demokratischen Turnerbund und einen gemäßigt-unpolitischen DTB, schlossen sich die Ober-Ingelheimer dem ersteren an.

Sprecher Carl Kaibel: Scheune als Winterturnhalle.
Sommerturnplatz - Gasthaus zur Traube

Erster Sprecher war Carl Kaibel, der im Winter der Turngemeinde seine Scheune zum Turnen zur Verfügung stellte. Im Sommer wurde auf dem Turnplatz hinter dem Gasthaus zur Traube in der Rinderbachstraße geturnt.
Im ersten Mitgliederverzeichnis finden sich 75 Namen mit einer breiten Streuung der Berufe. Auch Zöglinge (Jugendliche ab 14 J.) turnten schon mit. Neben dem Turnen bereicherten eine Gesangsriege und gelegentliche Turnfahrten das Programm. 31 Turner übten unter strengen Regeln Exerzieren, um für die Demokratische Erhebung gewappnet zu sein.

Gesangsriege, Turnfahrten, Exerzieren

Als diese im Mai 1849 in der Pfalz ausbrach zog ein großes Ober-Ingelheimer Kontingent den Pfälzern zu Hilfe, darunter auch viele unserer Turner. Dies brachte Turner Jakob Wolf in einem Gefecht gegen die Preußen den Tod, einigen anderen Gefängnis.

Mai 1848 - Pfälzer Erhebung -> Beteiligung.
Tod: Wolf,
Gefängnis.

Bollermann versteckt Vereinsfahne unter den Dielen

In der Folge verschwand unsere Turngemeinde aus der Öffentlichkeit. Die Mitglieder wurden behördlich überwacht und hielten keine Versammlungen mehr. Sie retteten aber die Vereinsfahne und bewahrten die Turngeräte in Kaibels Scheune auf, für bessere Zeiten.

Aufgelöst wurde die Turngemeinde nicht und so bestand sie inaktiv weiter bis 1861.

Turngesellschaft - Vereinigung mit alter TG

In diesem Jahr gründete sich eine Turngesellschaft neu, die sich mit der alten Turngemeinde vereinigte zur neuen Turngemeinde. Der Vorstand bestand aus Mitgliedern des alten und neuen Vereins und die alten Geräte wurden wieder hervorgeholt.

Keine Politik, aber: Nationalstolz und Deutsche Einheit

Von Politik wollten die Turner nichts mehr wissen, aber Nationalstolz und der Wunsch nach deutscher Einheit beseelte sie immer noch.

Neuer Turnplatz a.d. Burgkirche

Ein neuer Turnplatz wurde hinter der Burgkirche hergerichtet und regelmäßig, meist mittwochs, freitags und sonntags, geturnt.

1866 wurden eine Fechtriege gegründet und Turnregeln aufgestellt.

Punkt 3 der Turnregeln besagte: Jeder Turner der turnt, muß das Rauchen unterlassen und darf nicht mit Jacke und Kopfbedeckung turnen.

Punkt 5: Jeder Turner, welcher sich während einer Turnstunde im Wirtshaus oder auf der Kegelbahn befindet, muß streng überwacht werden und kann möglicherweise vom Verein ausgeschlossen werden.

Ingelheimer freiwillige Pflegeschar Im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 bildete sich unter der Federführung der Turngemeinde Ober-Ingelheim eine „Ingelheimer freiwillige Pflegeschar“, die in Frankreich Lazarettdienste versah. Dies ist Ausdruck der nationalstolzen und staatstragenden Einstellung der Turner in wilhelminischer Zeit.
Turnhallenbau:

Idee 1865 - Ausführung 1873

Schon 1865 ,als Turner Kaibel bat, seine Scheune zu räumen, und ein neues Winterturnlokal gesucht werden musste, kam die Idee eines Turnhallenbaues auf. Bis zur Umsetzung dieses Wunsches dauerte es allerdings noch bis 1873. Die kleine Turnhalle wurde auf Gemeindegrund, der ehemaligen Viehtrifft, erbaut und von der Gemeinde ein Tor durch die Ringmauer gebrochen. Die Turngemeinde Ober-Ingelheim war damit neben der Turngemeinde Worms als einziger Turnverein in Rheinhessen im Besitz einer eigenen Turnhalle.
Vorortschaft (Geschäftsführung) des Gaues Rheinhessen als Zeichen der Hochschätzung In der neuen Turnhalle wurde 1874 das Prüfungsturnen des Rheinhessischen Turnbezirks durchgeführt. Durch Turnhallenbau und gute Leistungen hatte die Turngemeinde Ober-Ingelheim in Rheinhessen einen so guten Ruf, dass man ihr schon 1874 die Vorortschaft und damit die Führung der Bezirksgeschäfte Rheinhessens anbot. Die Turngemeinde nahm diese ehrenvolle Aufgabe aber erst 1881 an und führte die Geschäfte bis zur Auflösung der Institution der Vorortschaft 1883. Den Vorsitz im darauf gebildeten Gauausschuss hatte mit Wilhelm Pöpperling aber noch einige Jahre ein Ober-Ingelheimer.

 

III. TG Ober-Ingelheim und Turnverein mit Fechtschule

Turnverein mit Fechtschule 1885.

1885 kam es in Ober-Ingelheim zur Gründung des Turnvereins mit Fechtschule Ober-Ingelheim durch mit dem Vorstand der TG unzufriedene Turner derselben.

1889 Turnfest UNG Aufgrund der Differenzen zur Turngemeinde schloss sich der Turnverein mit Fechtschule dem Unter-Nahe-Gau (UNG) an. Die Turner dieses zweiten Ober-Ingelheimer Turnvereins errangen reiche Erfolge und richteten 1889 in Ober-Ingelheim das IV.Gauturnfest des UNG aus.
1890 Hallenanbau und 1891 Turnfest Gau Rheinhessen Die Turngemeinde feierte in Ober-Ingelheim 1891das XVII. Rhh. Gauturnfest, wobei gleichzeitig der 1890 angebaute größere Hallenteil der Vereinsturnhalle seine Feuertaufe erhielt.

Im Mai 1898 feierte die Turngemeinde ihr 50jähriges Stiftungsfest in großem Rahen mit Fackelzug, Festball und tausenden von Festbesuchern.

1905 trat die Gemeinde Ober-Ingelheim der Turngemeinde den Grund auf dem die Turnhalle gebaut war unentgeltlich ab.

1912 erste Frauenturnriege in der TGO 1912 wurde die erste Frauenturnriege in der Turngemeinde Ober-Ingelheim gegründet. Bis dahin war Turnen hier reine Männersache gewesen, die Frauen nur bei Festivitäten, Theater und Turnerball erwünscht.

1.WK: TG - 49 Tote

TVmFS - 10 Tote

Der 1.WK brachte mit dem Tod von 49 Turnern der Turngemeinde und 10 Turnern des kleinen Turnverein mit Fechtschule große Verluste für die Ober-Ingelheimer Turner. Dies bereitete allerdings den Boden für eine Annäherung beider Vereine.

 

IV. Turngemeinde mit Fechtschule

1920: Turngemeinde mit Fechtschule 1848 Ober-Ingelheim.

1920 vereinigten sie sich unter dem Namen Turngemeinde mit Fechtschule 1848 Ober-Ingelheim (TGmFS). Probleme hatte der Verein vor allem durch die Beschlagnahme der Turnhalle durch die verheerend in Ober-Ingelheim hausenden französischen Besatzungssoldaten.

Schwimmabteilung 1922 hatte die Turngemeinde 500 Mitglieder und das turnerische Leben erblühte. 1924 wurde eine Schwimmabteilung gegründet, so dass nun neben Gerätturnen und Volksturnen (Leichtathletik) auch das Schwimmen im Verein geübt wurde.
Turn- und Sportplatz 1926 wurde der neue Turn- und Sportplatz der TGmFS an der Burgkirche fertiggestellt
Turnhallenvergrößerung 1928 wurde der alte Teil unserer Turnhalle in die heutige Form gebracht.
Bis zum Krieg konnte sich nun das Turnen in seiner Vielfalt entwickeln.
Nationalsozialisten schränken Turnen auf Gerätturnen und Fechten ein. Die verordnete Überführung der Turnerjugend ins Jungvolk kostete die Turnerschaft ihre Jugend. Auch die Einengung der DT in einen Fachverband für Gerätturnen und Fechten durch die Nationalsozialisten zerstörte viel von dem, was Generationen an Turnern aufgebaut hatten.
1945 Turnen verboten Nach dem Krieg wurde Turnen verboten, die Besatzungssoldaten wüteten in der Turnhalle und zerstörten große Teile des Inventars. Erst 1949 durfte wieder offiziell geturnt werden.

 

V. TuS 1848 Ober-Ingelheim

Nach dem 2. Weltkrieg durfte erst 1949 wieder offiziell geturnt werden.
Sportgemeinde 1848 Allerdings konnte der Turnverein nur unter dem Namen Sportgemeinde 1848 wiedergegründet werden, da der Name Turnen den Besatzungsbehörden noch suspekt war.
243 Beitrittserklärungen am Tage der Wiedergründung bewiesen, das die Turnerinnen und Turner sich ihrem Verein noch verbunden fühlten. 1951 waren daraus schon 634 Mitglieder geworden. Noch im Jahr der Wiedergründung hatte sich die Sportgemeinde in Turn- und Sportgemeinde 1848 Ober-Ingelheim umbenannt.
Deutsches Turnerjugendtreffen 1950 in Ingelheim

Euro-Turniere

Neben der Turnabteilung gab es Leichtathletik und Faustball im Angebot des Vereins und überall konnten wieder reichlich Erfolge verzeichnet werden. Besonders die Turnabteilung wurde unterstützt durch rege nationale und internationale Beziehungen. Diese brachten neben dem Deutschen Turnerjugendtreffen 1950 auch oftmals Weltmeister und Olympiasieger des Kunstturnens nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt nach Ingelheim. Unvergessen sind die Euro-Turniere und Olympionikentreffen, an denen unser Ehrenvorsitzender Heinrich Maasbroek maßgeblich mitbeteiligt war.
Austausch mit Zentraler Sportschule Budapest Heute noch besteht der Jugendaustausch mit den Turnern und Turnerinnen der Zentralen Sportschule in Budapest.
TSG und ILG Vereinigungsbestrebungen mit der TG Nieder-Ingelheim verliefen im Sande. Die Faustballer und Leichtathleten, in jüngster Zeit auch die Badmintonspieler, schlossen sich aber mit den entsprechenden Abteilungen der TGN zusammen

 

Einzelheiten der jüngsten Vereinsgeschichte möchte ich hier nicht anführen, denn wenn man auch viel nennt, so besteht immer die Gefahr, Dinge nicht anzuführen, die einzelnen wichtig sind und eine Grenze zwischen wichtig und weniger wichtig zu ziehen ist eine sehr subjektive Angelegenheit, die ich Interessierten bei der Lektüre unserer Festschrift überlasse. Außerdem gibt es noch eine große Zahl an Zeitzeugen, die in Form von Anekdoten die jüngste Vereinsgeschichte bedeutend interessanter verbreiten kann, als ich dazu hier in der Lage bin.

Nur kurz angeführt werden noch einige wichtige Punkte, um nicht den Eindruck entstehen zu lassen unsere Gegenwart sei weniger bedeutend als unsere Geschichte.

So stand bis ins Jahr 2000 der Turngau Bingen unter dem Vorsitz unseres Vereinsvorsitzenden Gerd Rebmann.

1997 wurde unter Leitung des Oberturnwarts eine Männer-Kunstturnriege in die Hessische Landesliga geführt, die sich dort erfolgreich etabliert hat.

Im Gerätturnen / Kunstturnen männlich und im Mehrkampf ist unser Verein seit fast einem Jahrzehnt in Rheinhessen unangefochten führend und beschickt regelmäßig Deutsche Meisterschaften. Auch Deutsche Meistertitel wurden erreicht (Mehrkampf).

Der weiter bestehende Austausch mit der Zentralsportschule Budapest bringt jährlich unsere Turner nach Ungarn und ungarische Topathleten zu uns. Er wurde dieser Jahr erweitert, indem auch österreichische TurnerInnen des ATuS Köflach nach Ingelheim kamen, was regelmäßige Begegnungen einleiten soll.

Initiiert wurde diese Erweiterung von Oberturnwart Peter Knopper, der als Kunstturner für diesen Verein mehrfach österreichischer Staatsmeister wurde.

Abschließend bleibt mir nur, die Grundzüge des Vereinslebens, die von der Gründung bis heute überdauert haben, noch einmal kurz zu umreißen.

Die TuS 1848 Ober-Ingelheim war und ist ein Turnverein. Turnen war und ist mehr als Gerätturnen und Gymastik, in welches die Turnbewegung von verschiedenen Seiten, vor allem durch die Nationalsozialisten gepreßt wurde.

Turnen ist für uns ® umfassende und vielseitige Leibesübung in Gemeinschaft und Lebenseinstellung.

Dabei gehört zum Turnen schon immer das Gesellige/Gesellschaftliche in Form von Festen, Bällen, Turnfahrten, Lagern. Aber auch Wettkämpfe bis hin zum Leistungssport als sportlichem Prinzip haben ihren Platz. Diese stehen aber immer unter dem Hauptaspekt des Vereins, seinen Turnern und Turnerinnen eine Heimat zu sein. Ein Ort wo man sich aufgehoben und in der Gemeinschaft angenommen fühlt. Unser Ziel ist damit auch Erziehung zur Gemeinschaft und Dienst an der Hebung der allgemeinen körperlichen Fitness. Dies ist ein turnerisches Prinzip, das der Sportbund mit seinem Breitensportkonzept aufgegriffen hat. So ist die Turnbewegung heute Teil des DSB allerdings unter Berücksichtigung ihres besonderen Status als fachübergreifender Verband.

In diesem Sinne hoffen wir noch lange ein moderner und fortschrittlicher Verein zu sein, der seine Traditionen nicht vergißt und das Vergangene für die Zukunft zur Erinnerung und Mahnung bewahrt.

So möchte ich abschließen mit dem traditionellen Gruß der Turner, der den Wunsch ausdrückt, das die angesprochenen seelisch, geistig und körperlich gesund bleiben mögen.

Gut Heil!

 

 

Wanderfreizeit

Wandertage - Schwäbische Alb vom 12.10. bis 15.10.2017

Die Wandersparte der TuS veranstaltet auch dieses Jahr eine Wanderfreizeit. Mittelpunkt ist das 4-Sterne Biosphärenhotel Graf Eberhard in Bad Urach direkt neben dem Kurpark und der Alb Therme.

Hier das Programm:
1. Tag: Fahrt von Ingelheim nach Blaubeuren. Nach Weck, Worscht und Piccolo ist eine leichte Wanderung um den Blautopf (ca. 2 Stunden) vorgesehen. Alternativ ist eine Klosterbesichtigung, ein Stadtrundgang oder ein Museumsbesuch möglich. Weiterfahrt nach Bad Urach ins Hotel.
2. Tag: Wanderung mit einem Wanderführer vom Hotel aus über die Höhen Bad Urachs zum Gestütsgasthof Fohlenhof (Imbiss-Einkehr), anschl. zu den Gütersteiner Wasserfällen und nach Bad Urach zurück. Die Wanderstrecke ist 14 km lang mit einer Höhendifferenz von 300 m. (Auch Teilstrecke möglich!)
Die Nichtwanderer können nach Metzingen fahren (Outlet-Center in der Stadt) oder sich mit einem Schwimmbadbesuch oder einem Spaziergang in oder um Bad Urach die Zeit vertreiben.
3. Tag: Wanderung durch das Glastal (ab Hayingen) nach Zwiefalten ca. 8 km (ebener Weg),
 ca. 2,5 Std. Gehzeit. Rast an der Wimsener Höhle (mit Besichtigung/Kahnfahrt ca. 10 Min.-je 10 Pers.) – Einkehr Gaststätte Klosterbräu Zwiefalten. – Besichtigung Barockmünster (Klosterkirche) 45 Min.
 Für Nichtwanderer ist ein Besuch des bekannten Landgestüts Marbach möglich.
Ein gemütlicher Abend mit Alleinunterhalter beschließt den Tag.
4. Tag: Wanderung ab Bad Urach-Wittlingen über den Hohenwittlingensteig ca. 7 km, ca. 400 Höhenmeter – 2-3 Std. – Einkehr am Campingplatz Pfählhof – anschl. Heimfahrt.